Savchenko/Massot und ihre Paarlauf-Magie

Ihre Kür dürfte die meisten Jahresrückblicke füllen, denn mit ihrer Vorstellung bei den Olympischen Spielen in Pyeon Chang rührten die Oberstdorfer Paarläufer Aljona Savchenko/Bruno Massot die Zuschauer vor Ort und an den Bildschirmen an. Der verdiente Lohn war die Goldmedaille. Die erste im deutschen Paarlauf nach 66 Jahren und dem Sieg 1952 von Ria  Baran / Paul Falk in Oslo. Es war ein Meisterwerk auf Kufen, eine perfekte Mischung von traumhaften Übergängen, kniffligen Schritten und Hebungen.

Besonders für die gebürtige Ukrainerin ging damit ein Traum in Erfüllung, hatte sie doch schon fünf Anläufe zu olympischem Gold unternommen. 2002 hatte sie noch mit ihrem damaligen Partner Stanislav Morozow den 15. Platz in Salt Lake City belegt. Nach ihrem Wechsel 2003 zu Robin Szolkowy gelang ihr 2006 in Turin der Sprung auf den sechsten Rang und nun griff sie langsam nach den Sternen. Sowohl 2010 in Vancouver als auch 2014 in Sotchi reichte es aber nur zu Bronze.

Mit dem fünf Jahre jüngeren Franzosen Bruno Massot lief sie nun in Korea die Kür ihres Lebens, gelangen sämtliche Elemente wie in Trance, lag sie am Ende des Programms ihrem Partner zu Füssen. Anteil an dieser Sternstunde des Paarlaufens  hatte auch der frühere Eistänzer und Olympiasieger Christopher Dean, der im fernen Florida die Choreographie der beiden  einstudiert hatte. Trainer Alexander König feilte dann in Oberstdorf an den technischen Finessen und heraus kam eine Synthese von Eistanz und Paarlauf.

Mit exakt 159,32 Punkten erreichten Savchenko/Massot eine neue Bestleistung und krönten ihre Saison zudem mit dem WM-Titel einen Monat später in Mailand. Ob sie nochmals bei einem Wettbewerb starten, erscheint äußerst fraglich. Beide versuchten sich schon als Trainer, sie mit einem amerikanischen Paar, er mit einem Schweizer Duo. Zunächst jedoch stehen Show-Verpflichtungen an mit Auftritten bei „Holiday on Ice“ und Schaulaufen in der Schweiz und Deutschland. Auch dort dürften die Olympiasieger ihre „Magie auf Kufen“ zeigen.

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