Sportler des Jahres - Mai 2022

Titel-Quadrupel der SG-Handballfrauen

Vier Titel in einer Saison! Die Schlagzeilen zu und über die Handballfrauen der SG BBM Bietigheim überschlugen sich fast. „Feierbiester“ schrieb die Handballwoche, „Club der Unersättlichen“ die Stuttgarter Zeitung, „Historischer Erfolg“ SWR-Online und „Meister krönt perfekte Saison“ das Heimatblatt Bietigheimer Zeitung.

Alles hochverdient, denn das Team aus dem Ellental fegte in den letzten Monaten durch die Hallen wie ein Tornado. Nach dem Gewinn des Supercups zu Saisonbeginn wurden die Frauen von Trainer Markus Gaugisch ohne Minuspunkt Deutscher Meister und erreichten das Final Four der European League im dänischen Viborg. Das Halbfinale gegen Herning-Ikast Handbold (Dänemark) war richtig eng und ein vorweggenommenes Endspiel, erst die überragende Karolina Kudlacz-Gloc sicherte mit ihrem achten Treffer Sekunden vor Schluss den Finaleinzug.

Gegen Gastgeber Viborg HK demonstrierten die „SG-Ladies“ eindrucksvoll, dass sie den Titel und die damit verbundene Qualifikation für die Champions-League-Teilnahme in der nächsten Saison unbedingt wollten. Im Hexenkessel von Viborg war schon zur Pause (17:10) klar, wer am Ende den Pokal in die Höhe halten würde – die SG, die schließlich mit 31:20 Toren gewann. Damit schrieben die Bietigheimerinnen an diesem „größten Tag der Vereinsgeschichte“ (Manager Gerrit Winnen) Geschichte, denn vor 30 Jahren war mit dem SC Leipzig letztmals eine deutsche Mannschaft in diesem zweitwichtigsten europäischen Club-Wettbewerb siegreich geblieben.

Am letzten Mai-Wochenende folgte schließlich in der Stuttgarter Porsche-Arena das „i-Tüpfelchen“ auf die Super-Saison 2021/2022: Im Endspiel des Olymp-Final4 ließen sich die „Titel-hungrigen“ Bietigheimerinnen auch vom VfL Oldenburg nicht stoppen, der sich dem Tempospiel der Schwäbinnen geschlagen geben musste: 40:30 hatten die „Gaugisch-Girls“ die Nase vorne, Wettbewerbs-übergreifend der 53. Sieg der „Über-Mannschaft“! Sehr zur Freude von Eberhard Bezner, dem 86-jährigen Seniorchef des Bekleidungsunternehmens Olymp, der die finanziellen Voraussetzungen für den Höhenflug des Teams schuf.

Bereits im April war die ausgezeichnete Arbeit von Trainer Markus Gaugisch vom Deutschen Handball-Bund (DHB) „geadelt“ worden: „Gaugi“ ist seit Ostern nicht „nur“ Vereinstrainer (noch ein Jahr Vertrag in Bietigheim), sondern auch neuer Frauen-Bundestrainer. Auch ein anderer Blick nach vorne ist interessant. Wie weit katapultieren die Seriensiege das Team bei der Wahl zur „Mannschaft des Jahres“ im Dezember nach vorne?

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Eishockey: Blickpunkt Helsinki und Füssen

Das deutsche Eishockey schrieb wieder Schlagzeilen. Bundestrainer Söderholms Puckjäger sorgten bei der WM für die beste Vorrunde ever – und scheiterten dann im Viertelfinale der WM. 2018 hatte die DEB-Vertretung den Titel „Mannschaft des Jahres“ errungen, seither gehören die Cracks zur Weltklasse. Aber die Szene blickte nicht nur nach Finnland – der heimische Stützpunkt in Füssen, häufig Trainings-Zentrum der Hockey-Zunft, drohte nach einem Unwetter förmlich unterzugehen.

Björn Schultheiß fliegt die Arbeit deshalb nur so um die Ohren. Als Leiter des Bundesstützpunktes für Eishockey und Curling waren er und sein Mitarbeiterteam darauf vorbereitet, dass es ein Frühjahr und Sommer mit reichlich Stress bevorsteht. Weil nach dem vorläufigen Ende der Pandemie zahlreiche Weltmeisterschaften und Turniere nachgeholt werden sollen, war klar: 2022 wird die Eisbereitung unter der berühmten Füssener Holzkuppel ein Dauerbetrieb. Alles schien geregelt: Trainingslager wurden mit den Verbänden vereinbart, Anfragen von Eishockey-Vereinen aus der Umgebung in den Belegungsplan mit eingearbeitet.

Dann hätte ein heftiges Unwetter zu Wochenbeginn, das über dem Ostallgäu mit Platzregen und 2-Euro-großen Eiskörnern niederging, beinahe alle Pläne zerhagelt. Es waren dramatische Minuten für Schultheiß, der mitansehen musste, wie die Wassermassen in die Sportstätte drangen. An einer Tür zum Technikraum stand das Wasser fast zwei Meter hoch. Von innen filmte Schultheiß, wie das Wasser durchs Schlüsselloch drang. Weil die Zentimeter hohe Hagelschicht rund ums BLZ (wie die Füssener das ehemalige Bundesleistungszentrum am früheren Kobelhang immer noch abkürzen) alle Abwasserschächte verstopft hatte, stieg der Pegel immer weiter. Auf Anraten der Feuerwehr wurde die komplette Anlage vom Strom genommen.  Auch wenn die Feuerwehren schnell mit dem Abpumpen begonnen hatten, das Wasser fraß sich durchs ganze Gebäude. Durch Technik- und Materialräume, sogar auf die Eisfläche der Arena drang das Nass.

Nach tagelangen Aufräumarbeiten sagt Schultheiß: „Der Sport ist mit einem blauen Auge davongekommen“. Nur einen Tag musste er die Anlage sperren, dann lief die Eisbereitung wieder, am Donnerstag konnten die U18-Eishockey-Frauen des DEB bereits wieder trainieren. Doch das mit dem blauen Auge musste Schultheiß nach bei einer genaueren Inspektion korrigieren: Das Auge sei jetzt, „dunkelblau“, nachdem er zusammen mit den Planern eines Ingenieurbüros das Dach begutachtet und massive Hagelschäden an der Außenhaut des Daches, einer speziellen PVC-Folie, festgestellt hätten. „An manchen Stellen ist das löchrig wie Schweizer Käse.“ Plötzlich drohte auch noch das Eindringen von Regenwasser von oben.

Vier Tage nach der Fast-Katastrophe blickt der 50-jährige gebürtige Karlsruher, der seit 2020 den Bundesstützpunkt leitet, dennoch mit Zuversicht nach vorn. Das Dach werde provisorisch abgedeckt, Gutachter müssten den genauen Schaden ermitteln – und dann müssten parallel zum Sportbetrieb nicht nur die aktuellen Schäden behoben, sondern auch dringend notwendige Sanierungsarbeiten angegangen werden. „Unser Ziel ist es, den Bundesstützpunkt in den nächsten Jahren auch energetisch auf den neuesten Stand zu bringen.“  Ob mit Blockheizkraftwerk, Photovoltaik, Biogas-Anlage - Schultheiß muss derzeit nicht nur den Sport managen. Er weiß um die Sonderstellung, die der Stützpunkt bundesweit hat. „Nicht auszudenken, wenn uns die Technik kaputtgegangen wäre. Fürs Eishockey und Curling hätte es vermutlich verheerende Konsequenzen gehabt“, weil es derzeit keine Alternative zu Füssen gäbe. Die Halle in Garmisch ist wegen des bevorstehenden G7-Gipfels seit Monaten gesperrt.

Doch jetzt zeigt der Daumen wieder (vorsichtig) nach oben. Die guten Nachrichten aus Helsinki können den Move in der Eishockey-Hochburg Füssen weiter voranbringen.    

 

 
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„König Fußball“ mal ganz volksnah

Manches Mal gibt sich seine Majestät, der König, in diesem Falle der mit Nachname Fußball, auch mal richtig volksnah und wird von seinen Untertanen dafür ausgiebig gefeiert. So wie beispielsweise der amtierende Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt, der nach seinem Triumph von Sevilla über die Rangers aus Glasgow mit einer Anzeigenkampagne in schottischen Gazetten Sympathiepunkte wie einst Katarina Witt nach der Kür sammelte. Da jubelte und tobte das world wide Web. Genauso wie die reislustigen Anhänger der „Diva vom Main“, die Glasner, Trapp und Co. zu Zehntausenden in die magische Nacht von Nou Camp in Barcelona und ins „Estadio Ramón Sánchez Pizjuan“ zum Finale begleiteten. So eine Truppe wäre doch auch eine geile (Fußball)-„Mannschaft des Jahres“.

Und überhaupt, das Spiel mit und um das runde Leder. Was schlug es wieder für Kapriolen im letzten halben Jahr. Erst durfte wochenlang keiner hin wegen dieses vermaledeiten Virus und dann überschlugen sich (fast) alle vor Begeisterung. Unten auf dem Rasen fielen die Tore, von denen die Münchener Bayern so viele erzielten und verhinderten, dass sie sich gegen den zehnten nationalen Meistertitel in Serie nicht wirklich wehren konnten. Und oben auf den Tribünen fielen nicht nur die Emotionen, sondern auch die Hemmungen und es flogen die Feuerwerkskörper der Hirnverbrannten, als gebe es kein morgen.

Da war man froh, wenn der badische Fußball-Philosoph Christian Streich nicht nur seine Truppe vermeintlich bodenständiger Breisgau-Kicker bis ins Pokalfinale führte, sondern auch der Nation die eine oder andere Lebensweisheit aus dem Büchlein der Lederball-Aphorismen mit auf den Weg gab. Dass der „Krischtjan“ ausgerechnet am österreichisch-sächsischen Marketing-Projekt RB scheiterte, brachte einige die Fußball-Romantiker zum Weinen.

Und am Ende der Punkte-Saison war noch lange nicht Schluss. Da ging dann das fröhliche Trainerwechseln los, an dem etliche Bundesligisten Gefallen fanden. Und zwar die aus Dortmund, aus Berlin, aus Hoffenheim, aus Augsburg, aus Wolfsburg, aus Mönchengladbach, aus Schalke. Haben wir jemanden vergessen? Richtig, da ist ja noch die „Mannschaft des Jahres“ 1998, die „Roten Teufel“ aus der Pfalz. Die sind seit Dienstagabend wieder zweitklassig und ihre Anhänger fackelten vor lauter Freude darüber fast das halbe Dresdner Stadion ab, das nach dem legendären Läufer Rudolf Harbig benannt ist. Was wohl die wenigsten von ihnen wissen. Aber im Reich von König Fußball kann man sich halt auch über die kleinen Erfolge ganz narrisch freuen.

Bild: picture alliance

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74 Deutsche hoffen bei den Deaflympics auf Medaillen

74 Athletinnen und Athleten vertreten Deutschland aktuell bei den Olympischen Spielen der Gehörlosen, den Deaflympics im brasilianischen Caxias do Sul. Eigentlich hätten die 24. Sommerspiele bereits 2020 stattfinden sollen, doch pandemiebedingt wurden sie erst ins vergangene Jahr verschoben, dann kam die Meldung, dass die deutschen Athletinnen und Athleten vom 1. bis 15. Mai in elf Sportarten um Medaillen kämpfen dürfen.

Seit 1924 gibt es die Deaflympics bereits, die anfangs die Weltspiele der Gehörlosen hießen – damit sind sie viel älter als die Paralympics, aber doch unbekannter. Teilnehmen darf, wer auf dem besseren Ohr mindestens einen Hörverlust von mindestens 55 Dezibel hat – Sportlerinnen und Sportler, die durch ein sogenanntes Cochlea-Implantat hören können oder Hörgeräte tragen, müssen diese im Wettkampf ablegen, sodass alle die gleichen Voraussetzungen haben.

In Brasilien sind 72 Nationen und insgesamt 2325 Athletinnen und Athleten am Start. Deutschlands Medaillenhoffnungen ruhen vor allem auf dem erfolgsverwöhnten Tennis-Team um Fahnenträgerin Heike Albrecht, aber auch im Schwimmen, der Leichtathletik und im Fußball sind die Chancen auf Edelmetall gut. „Gold ist der Lebenstraum. Ich bin letztes Jahr Doppel-Weltmeister geworden, da kann ich nicht sagen: Ich will nur eine Medaille holen. Natürlich will ich gewinnen“, sagt beispielsweise Läufer Alexander Bley, der sich über 1500 Meter und 3000 Meter Hindernis in der zweiten Wettkampfwoche beste Chancen ausrechnet: „Hier geht es unter dem Strich um einen Olympiasieg und diese Chance hat man auch im Gehörlosensport nur alle vier Jahre, dementsprechend ist das ein ganz besonderes Event für mich.“

Nach acht Wettkampftagen ist Schwimmer Lars Kochmann der erfolgreichste deutsche Athlet: Über 50 Meter Brust sowie Rücken und 100 Meter Rücken holte er sich Silber, ebenso wie Sabrina Eckert und Sebastian Herrmany im Luftgewehr Mixed. Eine Bronzemedaille gewann zudem Schwimmer Niklas Müller über 1500 Meter Freistil, sodass das Team nach der ersten Wettkampfwoche bei fünf Medaillen liegt – 15 bis 20 hatte der Deutsche Gehörlosen-Sportverband als Ziel ausgegeben.

Wer auf dem Laufenden bleiben will, kann auf Instagram der Seite @dgs_verband oder @deaflympics2021official folgen.

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Via München nach Baden-Baden

Europas Elite zu Gast in München - 50 Jahre nach den Olympischen Sommerspielen findet in der bayerischen Landeshauptstadt wieder ein riesiges Sportfest in statt. Zwar nicht in ganz so großem Rahmen wie 1972, aber bei den European Championships (11. bis 21. August) werden erstmals in neun Sportarten an einem Ort die Besten des Kontinents gekürt. Eine Premiere ist zudem, dass gleichzeitig zwölf Wettbewerben im Para-Rudern und vier im Para-Kanu stattfinden und die Ergebnisse der Behindertensportler in den Medaillenspiegel einfließen. „Die European Championships sollen nicht nur ein erstklassiges internationales Multisportevent sein. Sie sollen auch neue Maßstäbe setzen, vor allem bei den Themen Inklusion und Nachhaltigkeit“, sagt Marion Schöne, Geschäftsführerin der ausrichtenden Olympiapark GmbH.

Insgesamt rund 4700 Athleten und Athletinnen kämpfen im Rudern, Kanurennsport, Turnen, Triathlon, Beachvolleyball, Tischtennis, Klettern, Radsport und in der Leichtathletik um insgesamt 177 EM-Titel, darunter auch einige Deutsche, die gute Chance haben, im Dezember bei der Gala „Sportler des Jahres“ in Baden-Baden ausgezeichnet zu werden - wie Weitspringerin Malaika Mihambo. Für die 28-Jährige findet der Saisonhöhepunkt aus sportlicher Sicht zwar ein paar Wochen vor den European Championships statt. Aber für die dreimalige Sportlerin des Jahres sei die EM vor heimischem Publikum „definitiv emotional wichtiger“ als die WM im Juli in Oregon, sagt die Olympiasiegerin von der LG Kurpfalz. Im eigenen Land zu starten, liege ihr „noch näher am Herzen“.

Auch Einer-Ruder Oliver Zeidler zählt zu den Medaillenkandidaten bei der zweiten Auflage der European Championships. Der Weltmeister von 2019 startet nach dem für ihn so enttäuschenden Abschneiden bei den Olympischen Sommerspielen im vergangenen Jahr in Tokio hochmotiviert. Eine Medaille nur ein paar Kilometer von der eigenen Haustür entfernt zu gewinnen, wäre für den Oberbayern aus mehrerlei Hinsicht ein ganz besonderer Moment. Zeidler trainiert zum einen regelmäßig auf der Olympiaregattastrecke in Oberschleißheim, zum anderen hat dort sein Großvater 1972 die Goldmedaille im Achter gewonnen.

Wie für Rudern und Kanu werden auch für die meisten anderen Sportarten vorhandene Wettkampfstätten und Infrastrukturen genutzt. Während Beachvolleyball und Klettern auf dem Königsplatz mitten in München stattfindet, ist das Herzstück der Spiele wie vor 50 Jahren der Olympiapark mit dem Olympiastadion und der Olympiahalle. Münchens OB-Reiter spricht von einem „Wahnsinns-Event“, das an historischen Sportstätten stattfindet. Das habe es bisher nirgendwo anders gegeben.

Foto: Marc Müller / Munich2022

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Invictus Games: „Sport ist wie Urlaub“

Große Emotionen boten die Invictus Games im niederländischen Den Haag. Sportlich gewann das deutsche Team eine Goldmedaille durch Alexander Ulrich im Diskuswerfen. Doch mehr als Erfolge zählte der Teamgeist und das Miteinander. Dies soll auch bei den kommenden Invictus Games 2023 in Düsseldorf so sein.

Einen Medaillenspiegel sucht man bei den Invictus Games vergeblich. Es steht schließlich nicht der Sieg im Mittelpunkt. Die Athleten sollen durch die Kraft des Sports neue Lebensperspektiven entwickeln und festigen. Eines der Ziele der Invictus Games ist es, den an Seele und Körper verwundeten, verletzten und erkrankten Soldatinnen und Soldaten eine größere Wahrnehmung und Anerkennung in der Gesellschaft zu verschaffen und deren Rehabilitation zu unterstützen.

„A home for respect“ ist das Motto für die Spiele vom 9. bis 16. September 2023 in Düsseldorf – und das war auch schon in Den Haag zu spüren, als in zehn Sportarten Wettkämpfe bestritten wurden. „Die Invictus Games Den Haag sind ein voller Erfolg für uns“, resümiert Kai Luge, einer der deutschen Trainer: „Dabei machen wir Erfolg nicht nur an unseren Platzierungen oder Leistungen fest, sondern vor allem an den vielen schönen Momenten, die wir erlebt haben. Das Leuchten in den Augen unserer Athleten ist endlich wieder da.“

Wie bei Alexander Ulrich, der lieber Alex genannt wird, Stabsfeldwebel und Feldjäger. 18 Jahre nach seinem ersten Auslandseinsatz wurde bei ihm eine posttraumatische Belastungsstörung, kurz PTBS diagnostiziert – wie bei so vielen, die in den Niederlanden Deutschland vertreten. „Es passt nicht ins Selbstverständnis eines Soldaten, schwach zu sein. Dass Emotionen zulassen und zeigen auch eine Stärke ist, war mir lange Zeit nicht bewusst“, sagt Alex, der auch durch einen Schädelbasistumor Gleichgewichtsstörungen und motorische Ausfälle hat. Gehen musste er neu lernen – und im Sporttherapie-Programm der Bundeswehr fand er zu seinem Sport, dem Diskuswurf, und sagt heute: „Mein Sport ist für mich wie Urlaub. Wenn ich die Leichtathletikhalle betrete, bin ich glücklich.“

So wie in Den Haag, als ihn seine Goldmedaille, die er mit 31,67 Metern im vorletzten Versuch holt, sichtlich berührt und sich alle für ihn freuen. Das nächste Ziel hat er schon klar vor Augen: dass sein Diskus über 35 Meter fliegt – vielleicht ja sogar bei den Invictus Games 2023 im eigenen Land.

Bild: invictusgames2020.co / Getty Images

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