Sportler des Jahres - Dezember 2021

Freude und Emotionen bei der Rückkehr eines verlorenen Stücks Normalität

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Es war, wie immer, ein Abend voller Emotionen, voller Wiedersehensfreude, voller Prunk und Pracht in der wunderschön herausgeputzten „Guten Stube“ der Schwarzwald-„Hauptstadt“ Baden-Baden, dem Kurhaus aus dem 19. Jahrhundert. Und doch war die 75. Auflage des „Familienfestes des deutschen Sports“ in diesem Jahr etwas ganz Besonderes. Eine Gala, der man das Attribut der vollzogenen Rückkehr in ein lang vermisstes Stück Normalität attestieren durfte. „Haltet durch bei der Realisierung dieses Abends“: Diese aufmunternden Worte habe er über mehr als ein halbes Jahr hinweg von vielen Weggefährten immer wieder gehört, sagte Gastgeber und ISK-Chef Klaus Dobbratz, zur Eröffnung der Gala „Sportler des Jahres“ 2021 im zweiten Pandemie-Jahr.

„Und wir haben durchgehalten, haben aus dem letzten Jahr gelernt, waren flexibel und haben uns immer wieder den wechselnden Bedingungen angepasst. Weil wir Euch allen eine Plattform geben wollten, die ihr verdient habt“, bekräftigte der Chef der Internationalen Sportkorrespondenz (ISK), die den Event nun bereits seit 1947 ununterbrochen Jahr für Jahr veranstaltet. „Tränen der Freude in den Augen“ habe er deswegen, „wenn ich Euch hier alle sehe heute Abend.“

Fast 50 Medaillengewinnerinnen und Gewinner der olympischen und paralympischen Spiele waren der Einladung der ISK und ihres langjährigen Medienpartners Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF) gefolgt. Zwar noch lange nicht so viel wie zur „Vor-Corona-Zeit“. Aber doch deutlich mehr als im Jahr 2020, als der am Samstagabend wieder im Glanz erstrahlende Benazét-Saal nur Studio-Staffage für etwas mehr als 20 Gäste sein konnte. Und Dobbratz- Tochter Deborah „Debbie“ pflichtete an dessen Seite „dem Papa“ im jugendlichen Charme bei: „Echt cool, dass Ihr alle da seid.“

Leichtathletik, Tennis, Radsport auf den Spitzenplätzen

Eine bunte Mischung quer durch das olympische Angebot, stand in diesem Jahr ganz oben. Es folgten Schwimmer (Florian Wellbrock), Skispringer (Karl Geiger), Ringerinnen (Aline Rotter-Focken), Kanuten (Ricarda Funk), Dressur-Reiterinnen und Tischtennis-Virtuosen.  Die ganze Vielfalt des olympischen Sports, repräsentiert innerhalb weniger Minuten auf höchstem Niveau und  auf einen Schlag: Der „Sportler des Jahres“ hatte seine ganze, einzigartige Faszination des Konglomerates an diesem Abend wieder einmal unter Beweis gestellt.

Unter den Gästen waren auch die baden-württembergische Kultusministerin Theresa Schopper und der erst vor zwei Wochen neu gewählte Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Weikert. Der bekräftigte im Lauf des Abends, „dass ein eventueller politischer Boykott der anstehenden Spiele von Peking eine Sache der Politik und nicht des Sports“ sei. Er sehe seine Hautaufgabe künftig darin, „dem Sport eine Stimme zu verleihen.“ Dazu sei man auch schon im vielversprechenden Austausch mit der neu gewählten Bundesregierung. Weikert betonte explizit, dass „wir uns hinter unsere Athletinnen und Athleten stellen.“ Und er sei sich sicher, dass die Spiele von Peking in dem Rahmen stattfinden werden, in dem sie geplant seien.

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„Sportler des Jahres“ 2021: Das sind die Sieger

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Die 75. Auflage der Proklamation und Ehrung von Deutschlands „Sportlern des Jahres“ – eine Gold-Kür der Olympiasieger von Tokio. Am Abend des vierten Advents wurden die herausragenden Sportlerinnen und Sportler des Pandemie-Jahres im Kurhaus Baden-Baden geehrt – selbstverständlich alles streng nach den gültigen Hygienevorschriften.

Das Rennen um die Gunst der über 3.000 abstimmungsberechtigten Mitglieder des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) machten 2021 die Weitsprung-Olympiasiegerin und „Titelverteidigerin“ Malaika Mihambo, die zum dritten Mal in Folge reüssierte, der Tennis-Olympiasieger und inoffizielle Weltmeister Alexander Zverev sowie der Bahnrad-Vierer der Frauen, der mit drei Weltrekorden in Folge in Tokio Gold holte.

Auf die Podiums-Plätze kamen Aline Rotter-Focken (Ringen) und Ricarda Funk (Kanu-Slalom) bei den Sportlerinnen, Florian Wellbrock (Schwimmen) und Karl Geiger (Skispringen) bei den Sportlern beziehungsweise die Dressur-Equipe und das Tischtennis-Team der Herren in der Mannschaftswertung.

Der „Sparkassenpreis für Vorbilder im Sport“ ging in diesem Jahr an den nach seinem Olympiasieg im Vierer zurückgetretenen Kanuten Ronald Rauhe. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) kürte Sabine Tschäge (Bundestrainerin Rudern, Leichtgewichts-Doppelzweier Männer) und Jörg Roßkopf (Bundestrainer Tischtennis) zur „Trainerin“ respektive zum „Trainer des Jahres“.

Die zum fünften Mal vergebene Auszeichnung „Newcomer des Jahres“, gestiftet von „Die Sieger-Chance“, einer Zusatzlotterie der Glücksspirale, erhielt in diesem Jahr die 15-jährige Tischtennisspielerin Annett Kaufmann, die fünf Goldmedaillen bei Europameisterschaften der Jugend, der U21 und der Frauen gewann.

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Heute steigt die Verleihung „Sportler des Jahres“

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Die Gerüchteküche wabert – wer sind heute die Sieger? Die Spannung steigt ins Unermessliche, die Spekulationen schießen ins Kraut und jeder will gehört haben, dass…! Kurzum: Die Frage, wer heute Abend im Bénazetsaal des Kurhauses Baden-Baden als Sportlerin/Sportler/Mannschaft des Jahres gekürt wird, bewegt nicht nur bei den potentiellen Kandidatinnen und Kandidaten die Gemüter. Immerhin sind zehn Olympiasieger von Tokio angereist, und es bedarf sicherlich keiner großen prophetischen Begabung, um die Gewinner der Abstimmung in diesen Kreisen zu vermuten. Doch wer darf am Ende des Abends jubeln? Sind es die Reiterinnen mit Jessica von Bredow-Werndl (Dressur-Gold im Einzel und mit dem Team), ihre Equipe-Kolleginnen Isabell Werth und Dorothee Schneider oder gar die Vielseitigkeits-Siegerin Julia Krajewski? Hat der Bahnvierer der Frauen, der in Japan in allen drei Läufen der Mannschafts-Verfolgung einen neuen Weltrekord aufstellte, auch an der Oos die Nasen vorne? Heiße Kandidaten bei den Männern sind Schwimmer Florian Wellbrock, Prothesen-Sprinter Markus Rehm oder Tennis-Star Alexander Zverev. Wie schneiden die beiden „Lukasse“, die Außenseiter Lukas Dauser (Turnen) oder Lukas Kohl (Kunstrad), ab? Die erste deutsche Goldmedaille in Tokio holte die Slalomkanutin Ricarda Funk, Ringerin Aline Rotter-Focken holte Gold von der Matte, und die „Sportlerin des Jahres“ der beiden letzten Jahre, die Weitspringerin Malaika Mihambo, sicherte sich mit ihrem letzten Sprung in die Sandgrube ebenfalls den Olympiasieg. Fragen über Fragen – und die Lösung gibt es heute Abend auf der Bühne des Kurhauses. Aber ganz egal, wer dann letztendlich die Nase(n) vorne hat: Die Crème de la Crème des deutschen Sports freut sich auf einen schönen Abend – ganz egal, auf welchem Platz die einzelnen Protagonisten am Ende „landen“! Ein weiterer kleiner Schritt zur Normalität in diesen schweren Pandemiezeiten!?
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Noch ein Tag bis zum „Sportler des Jahres“

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Pressekonferenz auf Facebook und „Bienenhaus“ ISK-Büro. Das Aufgebot an sportlicher Prominenz ist beeindruckend: 48 Medaillengewinner der Olympischen Spiele von Tokio und der Paralympics in der japanischen Hauptstadt werden am Sonntag im Kurhaus Baden-Baden erwartet, wenn es gilt, die Sportlerinnen, die Sportler und die Mannschaften des Jahres 2021 zu ehren.
Rund 200 Gäste sind dann im Bénazetsaal des Kurhauses live dabei – deutlich mehr als 2020 im ersten Corona-Winter. Nach dem Dinner der Kurhaus-Gastronomie steht auch der „Sparkassenpreis für Vorbilder im Sport“ im Fokus. In diesem Jahr ehrt die Sparkassen-Finanzgruppe dabei zum 30. Mal Sportlerinnen oder Sportler, die aufgrund ihrer Erfolge, ihrer Fairness, ihres charismatischen und engagierten Auftretens Vorbilder für junge Sportler und die Gesellschaft im Allgemeinen sind. Klangvolle Namen stehen hier in den Annalen, zum Beispiel Kristina Vogel, Britta Steffen, Verena Bentele, Andreas Dittmer oder Georg Hackl. Die „Siegerchance“, eine Zusatz-Lotterie der Glücksspirale, kürt den „Newcomer des Jahres“, und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zeichnet die „Trainerin des Jahres“ und den „Trainer des Jahres“ aus.

Hautnah bei der exklusiven Pressekonferenz im Anschluss an die Gala dabei sein können alle Interessierten, denn der erfahrene Filmemacher Andreas Kazdepka aus Baden-Baden, sorgt, zusammen mit seiner Kollegin Isabella Rapp, auf Facebook für die Bewegtbild-Übertragung der Kommentare und Ansichten der ausgezeichneten Gewinnerinnen und Gewinner. Unter der Adresse http://www.facebook.com/sportlerdesjahres und auf Youtube unter https://youtu.be/l-FxR2lNDlA kann man ab 23.30 Uhr „Mäuschen“ spielen, wenn die Stars des Abends ihre Sicht der Dinge schildern. Um die technischen Voraussetzungen zu gewährleisten, hat der „Lokalmatador“ einen eigenen festen Internetanschluss gebucht, denn „mit unserer besonderen Streamingtechnik sind wir so schnell wie kein anderer“.

Im Kurhaus-Büro ging es in den Tagen vor den Auszeichnungen zu wie in einem Bienenhaus. Viele Beteiligte geben sich hier die Klinke in die Hand, die Besprechungen jagen sich und die Telefone stehen nicht mehr still. Sportler und Ehrengäste melden sich, buchen ihre Zimmer (um) oder fragen nach dem Ablauf am Sonntagabend. Medienvertreter äußern Interviewwünsche oder wollen Details erfahren. Fast minütlich ändert sich der Platzierungsplan im Bénazetsaal, dazwischen finden Sitzungen mit Polizei, Hygiene- und Security-Experten statt, die Hostessen erhalten ihre Ausstattung, und die Abholwünsche der Gäste laufen beim Fahrdienst ein. Erst am Sonntagspätnachmittag, wenn die ersten Stars am roten Teppich eintreffen, wird’s dort ruhiger – besonders ab dem Moment, wenn das Moderatoren-Duo Katrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne die Gäste im Saal begrüßt. Das ZDF präsentiert seinen Zuschauern die „Sportler des Jahres“ von 22.15 bis 23.30 Uhr – heuer zum 24. Mal: Seit 1998 übertragen die „Mainzelmännchen“ die festliche Veranstaltung

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Noch zwei Tage bis zum „Sportler des Jahres“

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Vorfahrt für Auto-Partner Toyota in Baden-Baden: Leichtathletik und Fußball – betrachtet man die Ergebnisse der 75-jährigen Geschichte „Sportler des Jahres“, dann sind diese Sportarten mit großem Abstand führend in den Siegerlisten. Vor allem bei den Sportlerinnen dominieren die Leichtathletinnen, die 27 Mal auf dem ersten Platz landeten, gefolgt von Schwimmen (11) und Ski alpin (10).
Auch bei den Männern rangiert Leichtathletik (16) und Schwimmen (12) an der Spitze, gefolgt von Motorsport und Tennis mit jeweils fünf Auszeichnungen. In der „Mannschaftswertung“ dominiert „König Fußball“ mit 22 Top-Platzierungen, wobei 12 Mal verschiedene Vereine „Mannschaft des Jahres“ wurden, und zehn Mal das Nationalteam als Sieger auf der Bühne stand – meist in Jahren von Welt- oder Europameisterschaften. Auf Rang 2 kommt Rudern, danach kommen Radsport, die Handball- und die Hockey-Männer (jeweils vier Titel).

Einmal mehr wird der Fahrdienst für das Sport-Highlight am Jahresende vom exklusiven Auto-Partner Toyota gestellt – die japanische Marke ist zugleich auch Sponsorpartner des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), der Deutschen Sport Marketing (DSM) und des „Team D“. Am Donnerstag wurden nun 26 mit dem „Sportler-des-Jahres“-Branding versehene Limousinen mit drei großen Transportern aus der Deutschland-Zentrale in Köln ins Industriegebiet Baden-Oos gebracht, wo Fahrdienst-Chef Björn Schultheiss die Fahrzeuge übernahm.
„30 Fahrerinnen und Fahrer haben wir über die Tage zur Verfügung, rund 90 Prozent sind Polizisten, aber es sind auch Bankangestellte, Vertriebler oder Industriemechaniker im Team“, erklärt der 48-jährige Inhaber einer Event-Agentur aus Füssen. Alle nehmen extra Urlaub, um von Freitag bis Montag die Gäste der Gala zu chauffieren.“ Der größte Stress wartet erfahrungsgemäß am Sonntag auf die Shuttle-Besatzungen, wenn Sportler, Trainer, ehemalige und aktuelle Stars aus ganz Europa, Deutschland oder lediglich der näheren Umgebung anreisen, abgeholt, in die Hotels gebracht und abends dann zum roten Teppich vor dem Kurhaus Baden-Baden gefahren werden.

 

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Noch drei Tage bis zum „Sportler des Jahres“

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Baden-Baden seit 1998 „Heimat“ der Sportlerwahlen: Der Countdown läuft: Nur noch drei Tage, dann steigt im Kurhaus Baden-Baden die Gala mit der Proklamation zum „Sportler des Jahres“, zur „Sportlerin des Jahres“ und zur „Mannschaft des Jahres“. Im festlich geschmückten Bénazetsaal werden am Sonntagabend die Sieger der Abstimmung des Verbands der Deutschen Sportjournalisten (VDS) bekanntgegeben und gekürt.

An diesem vierten Advent ist Baden-Baden – seit dem 24. Juli 2021 übrigens UNESCO Welterbe – zum 53. Mal Schauplatz des „Familienfestes des deutschen Sports“. Erstmals war die Internationale Sportkorrespondenz (ISK) – seit 1947 Veranstalter der jährlichen Wahl – zwischen 1960 und 1977 zu Gast an der Oos, nachdem zuvor in Ludwigsburg (1955), Stuttgart (1956, Köln (1957), Dortmund (1958) und Hannover (1959) gefeiert worden war.

1978 wechselte „der Sportler“ für drei Jahre nach Sindelfingen (1978-1980), danach folgten Berlin (1981-1983) und München (1984) als Treffpunkte der nationalen Sport-Koryphäen. Von 1985 bis 1995 kehrte die beliebte Veranstaltung zum Jahresende zum zweiten Mal unter den Hausberg „Merkur“ der Bäderstadt zurück. Nach dem letzten Intermezzo (Ludwigsburg, 1996 und 1997) ist Baden-Baden seit 1998 endgültig die „Heimat“ der Sportler-Wahlen.

Bereits zum 15. Mal moderieren Katrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne die ZDF-Sendung, so oft war kein anderes Duo und kein Einzel-Conférencier im Einsatz. Auf Platz 2 rangieren Kristin Otto und der am 27. August dieses Jahr verstorbene ehemalige ZDF-Sport-Chef Wolf-Dieter Poschmann. Er moderierte von 1998 bis 2000 alleine die Sendung. Davor war 1997 Gerhard Delling der Mann am Mikrofon, der ein Jahr zuvor, als die Fernsehübertragungen der Sportlerwahl begannen, noch zusammen mit Carmen Nebel durch die Sendung geführt hatte.

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Sportlicher Sternenhimmel

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Baden-Baden, im Dezember. Überall erhellen weihnachtliche Vorboten die Stadt, die sich wie unter einem Sternenhimmel ausbreitet. Zigtausende Lichter, geschmückte Läden, man könnte sich wie in Christmas City fühlen. Aber alles wirkt irgendwie viel leerer als sonst. Weniger Passanten, in den Restaurants dominieren die Stornierungen. Und der Weihnachtsmarkt musste nach neun Tagen wieder schließen – die Corona-Regeln bestimmen den Alltag. Im Kurhaus aber wird gezimmert und gehämmert, die Vorbereitungen auf die Veranstaltung „Sportler des Jahres“ laufen seit Sonntag – am 19. Dezember soll alles perfekt sein. Dann überträgt das ZDF die Auszeichnungen der 75. Wahl „Sportler des Jahres“.

Doch die allgemeine Lage verändert auch das Prozedere rund um die Wahl der deutschen Sportjournalisten. Es wurden nur einige Akkreditierungen an die Medien-Vertreter, die seit 1947 ihr Votum treffen, ausgesprochen, die Fotografen müssen auf Pool-Bilder der wenigen Vor-Ort-Kollegen zurückgreifen. Die mögliche Auslastung von 50 Prozent im Kurhaus wird weit unterschritten, zwischen den Tischen im Bénazetsaal bleibt extrem viel Platz. Früher galt „Zusammenrücken“ als Motto, um die vielen Kartenwünsche zu befriedigen, heute ist Abstand halten und Maske tragen angesagt.

Aber: Die Gelegenheit, nochmals die Besten der Olympischen und Paralympischen Spiele zu erleben, ist ein Signal für den deutschen Sport. Um Jene, die in Tokio unter ungewohnten Bedingungen Medaillen errangen, die zuvor erschwerte Trainingsbedingungen hatten, ihren Leistungsstand im internationalen Vergleich kaum einschätzen konnten, zum Jahresende zu ehren. In Baden-Baden ertönt das Dankeschön an die Erfolgreichen – die Pokale stehen bereit, die Laudationes sind verfasst. Am Sonntag dürfen Auserwählte zuhören, was gesagt wird – und im Fernsehen (ZDF ab 22.15 Uhr) zusehen.

Alle, die für den großen Abend aufbauen, vom Bühnenbauer bis zum Kellner, durchlaufen im Kurhaus das Geimpft-Genesen-und-Testprozedere. Ausnahmen gibt es nicht. Desinfektion und Lüften sind die obersten Gebote. Es ist ungewöhnlich kühl in allen Räumen, weil der Luftaustausch auf Hochtouren läuft. Und dennoch kommen nicht alle Geladenen an den Rand des Schwarzwalds. Die Bestimmungen gestatten in einigen Bundesländern Reisen „nur in Ausnahmefällen“. Für die Sportler ist die Ehrung zwar eine Genugtuung, aber auch Bestandteil ihrer Berufsausübung. Und so gelangen sie über ein High-Security-System ins Badische: Abholung in speziellen Fahrzeugen mit Trennwänden, von verlässlich getesteten Chauffeuren betreut. In der Regel geht es noch am Abend auf die gleiche Art und Weise zurück. Im Gepäck aber vielleicht ein Sportler-des-Jahres-Pokal, der die Reise lohnte. Registrieren mussten die Verantwortlichen jedoch auch, dass einige Protagonisten anstatt im festlich geschmückten Saal zuhause in Quarantäne den vierten Advent erleben. Traurige Realitäten am Ende des zweiten Corona-Jahres.

Dennoch rückt die Kurstadt für einige Stunden einmal mehr in den Fokus des deutschen Sports, angeführt vom neuen DOSB-Präsidenten Thomas Weikert, der auch in Baden-Baden erwartet wird. Kurz vor Weihnachten ein Kerzlein für erbrachte Leistungen: das wäre ein Leuchtzeichen.  

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