Sportler des Jahres - März 2020

Gesa: „Das Beste aus den Möglichkeiten machen“

Es geht ihr wie so vielen ihrer Leidensgenossinnen und Leidensgenossen in diesen Tagen. Aber sie erträgt es mit einer gewissen charmanten Nonchalance. Getreu dem Motto der Strauss-Operette „Die Fledermaus“:  „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist.“ Gesa Felicitas Krause, die amtierende 3000-m-Hindernis-Europameisterin und WM-Dritte von Doha, erfuhr im Höhentrainingslager im US-amerikanischen Boulder von der Verschiebung der Olympischen Spiele auf einen noch unbekannten Termin 2021. Das Corona-Virus hat die Medaillenträume der 27-Jährigen, die für den Verein „Silvesterlauf Trier“ startet, platzen lassen. Vorerst zumindest.
Im vorigen Jahr noch Dritte bei der Wahl zu Deutschlands „Sportlerin des Jahres“,  2017  Gewinnerin des Sparkassenpreises für „Vorbilder im Sport“ nach ihrem unverschuldeten Final-Debakel bei der WM in London: Die Sportsoldatin weiß sich auf dem Parkett des Kurhauses von Baden-Baden genauso zu bewegen wie auf der Tartanbahn zwischen Hindernissen  und Wassergraben. Jetzt aber fällt es auch ihr schwer, sich in das Unvermeidliche zu fügen.
In einer Video-Botschaft wandte sie sich am Mittwoch an ihre daheim gebliebenen Freunde und alle, die ihr die Daumen für Tokio gedrückt hatten: „Wie viele andere habe auch ich heute von der Verschiebung der Spiele erfahren. Mir war bewusst, dass diese Mitteilung sehr bald kommen würde. Ich weiß, dass es die einzig richtige Entscheidung ist. Wir sind derzeit in einer globalen Krise und das Wohl eines jeden Einzelnen steht dabei im Vordergrund.  Der  Sport steht im Moment hintenan. Aber dennoch ist es auch für mich sehr schwierig, damit um zu gehen. Ich habe mich wie viele andere sehr lange darauf vorbereitet.“
Dennoch, so sagt sie dürfe man „den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken und mit den Möglichkeiten, die geboten sind, das Beste daraus machen.“ Es gebe zwar auch in den USA eine Stayhome-Policy, aber „Sport in der Natur ist erlaubt. Also kann ich noch das machen, was ich am liebsten mache, nämlich laufen und Sport treiben.“ Den daheim Gebliebenen sendet die Weltklasse-Athletin „ganz viele Grüße und natürlich Gesundheit.“

Anmerkung: Das Team „Sportler des Jahres“ wünscht allen deutschen Athletinnen und Athleten Gesundheit. Und all‘ jenen, die schon fast im Flow für Tokio waren, eine zielgerichtete und hoffentlich bald reibungslose Vorbereitung auf die Games 2021. Wir als Veranstalter, unsere Partner aus Wirtschaft, Medien und natürlich Baden-Baden stehen an Eurer Seite.

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