Historisches Gold für Julia Krajewski

Ihr Erfolg in Tokio hat historische Ausmaße: Als erste Reiterin gewann die Pferdewirtschaftsmeisterin Julia Krajewski aus Warendorf die Goldmedaille in der Einzelwertung der Vielseitigkeit. Die 32-Jährige schloss im Sattel ihrer elfjährigen Stute Amande de B’Neville nach Platz vier in der Dressur und Rang zwei nach dem Geländeritt ihre Aufholjagd mit zwei Runden im Springparcours ohne Abwurf als letzte Starterin nervenstark ab. Mit 26,0 Minuspunkten gewann sie vor dem Briten Tom McEwen (29,30) und dem australischen „Altmeister“ Andrew Hoy (29,60). Strahlend reckte sie im Ziel die Hände „in den sich golden färbenden Nachthimmel“ (ARD-Kommentator Carsten Sostmeier) und wies immer wieder auf ihre „Mandy“, um deren Anteil am Olympiasieg zu würdigen. „Ich bin einfach unfassbar stolz auf mein Pferd, sie hat mir ein unheimlich viel Sicherheit gegeben. Und da ist ein ganz großes Gefühl von Dankbarkeit an all die Leute, die immer an mich geglaubt haben und hinter mir stehen – vor allem Bundestrainer Hans Melzer.“ Der 70-Jährige aus Salzhausen geht nach den Spielen von Tokio in den Ruhestand. In Rio 2016 hatte Julia Krajewski als Ersatzreiterin nach drei Verweigerungen ihres Wallachs Samourai du Thot noch das Streichergebnis geliefert, aber mit dem Team Silber gewonnen. Viel Zeit zu feiern blieb in Japan nicht, in ihrer Funktion als Junioren-Bundestrainerin stehen für die „goldene Reiterin“ in dieser Woche noch Lehrgänge mit ihren Schützlingen in Warendorf an.

Bild: picture alliance

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