Märchen für Aline Focken

Verbrieft ist, dass der Opa die Familie Focken für das Ringen begeisterte – und Fakt ist, dass sich in Tokio nun ein unglaublicher Kreis schloss. Aline Rotter-Focken holte das erste deutsche Gold für eine Ringerin – bei ihrem letzten Auftritt, das Karriere-Ende hatte sie vorher schon auf den Tag X terminiert. Aber dann tatsächlich mit der allerhöchsten Weihe abzutreten, gleicht einem Märchen. Und so konnte die 30-Jährige, die in Triberg/Schwarzwald lebt, diese Extrem-Situation kaum begreifen. Ein ganzes Leben habe sie davon geträumt – und von diesem Moment werde sie „noch Jahre“ zehren, der erste O-Ton ins ARD-Mikrofon.

2014 war die Ringerin als WM-Erste erstmals auf die ganz große Bühne des Sports getreten – und im Auditorium bei der Kandidaten-Vorstellung „Sportler des Jahres“ staunten die Journalisten über die Story der vorher eher unbekannten Sportlerin. Bei der Wahl schaffte sie es unter die Top 20 – und setzte den Siegeszug auf den Matten der Welt fort. Zweimal EM-Dritte, Vize-Weltmeisterin 2017 – und auch in Rio 2016 unter den besten Zehn.

Der Rücktritt ist leider fix – aber in Tokio möchte sie unbedingt noch den Einsatz von Frank Stäbler, mit dem sie viel verbindet, verfolgen. Das wäre ein perfektes Happy End für das deutsche Ringen.

Bild: picture alliance

 

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