Sportstadt Baden-Baden jetzt auch Welterbe

Zum 53. Mal wird die Verleihung „Sportler des Jahres“ in Baden-Baden stattfinden. Und wenn am 19. Dezember sicherlich wieder mehr Gäste ins Kurhaus dürfen, umgibt zusätzlicher Glanz die Gala. Die Stadt am Rande des Schwarzwalds darf sich künftig „Welterbestätte“ nennen – ein UNESCO-Komitee hatte dies entschieden. „BAD“ gehört - mit acht anderen Kurorten - zu den „Großen Bädern Europas“. Im Kurpark, neben dem bei der Sportler-Wahl stets die Größen aus den Shuttle-Fahrzeugen steigen, hatte Oberbürgermeisterin Margret Mergen und viele Gäste die Entscheidung per Livestream auf großen Leinwänden verfolgt. „Über zehn Jahre haben wir zusammen mit der Bevölkerung dafür gearbeitet“, so die überglückliche Stadtchefin. Aus Stuttgart gratulierte der stellvertretende Ministerpräsident Thomas Strobl – jetzt hofft die Sportstadt natürlich auf touristische Impulse durch den Unesco-Welterbe-Titel.

Im 19. Jahrhundert galt Baden-Baden als „Sommer-Hauptstadt Europas“ – das Stadtbild ist geprägt von beeindruckenden Bauten wie Kurhaus, Trinkhalle oder Theater. Das Auge mag sich am Rande des kleinen Oos-Flüsschens kaum satt zu sehen. Das empfinden die Teilnehmer des Sportler-Abends immer kurz vor Weihnachten ähnlich. Viele reisen einen Tag vorher an, um das einzigartige Ambiente intensiv zu genießen. Und verabschieden sich gerne mit den Worten: „Dann bis zum nächsten Jahr hier.“

Nach dem aktuellen Highlight verfolgen die Sportfans in der 50.000-Einwohner-Stadt jetzt die Spiele in Japan. In der Hoffnung, dass in fünf Monaten zahlreiche deutsche Olympia-Helden über den roten Teppich zur Ehrung schreiten – wenn die Corona-Situation dies dann wieder erlaubt.

Bild:  Badisches Tagblatt/Harald Holzmann 

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