Nachruf

Was soll man sagen, wenn die Worte fehlen? Unser Freund und Partner, Gerd Enzig, ist am 11. Juli plötzlich und unerwartet verstorben. Gerade noch im Urlaub, grade noch telefoniert, grade noch... Und vorbei.

Schon die Kinder besuchten denselben Kindergarten – vor ca. 27 Jahren. Anfangs noch ambitionierte Grafiker, wurden aus Gerd – und seinem Geschäftspartner Tom – erfolgreiche Gründer der PRC Werbeagentur. Tom der Kreative – und Gerd mit dem Händchen für die Finanzen. Über 20 Jahre sorgte Gerd für den reibungslosen Ablauf bei Vertragsverhandlungen, stundenlange Telefonate und Treffen immer im Voraus. Und manchmal auch launige Abendessen.

Sponsoren lagen ihm am Herzen. Oft genug fragte man im Kurhaus von Baden-Baden „Wo ist Gerd?“ – „Der ist mit nem Sponsor im Runden Saal!“ Nur wenn es dunkel wurde und in den Büros in der Bel Etage etwas Ruhe einkehrte, dann durfte es gerne mal ein Feierabend-Bierchen sein. Im Kreise der „Dezemberfamilie“.

Zusammen mit der ISK lancierte er die Lifestyle Sport Marketing GmbH, Exklusivagentur für die Veranstaltung „Sportler des Jahres“. Und die Gala in Baden-Baden entwickelte sich auch zum seinem „Kind“ - für das Gerd alles in die Waagschale warf. Der Erfolg und der zunehmende Bekanntheitsgrad trugen seine Handschrift. Persönliche Gespräche mit Partnern und die Leistungen vor Ort umzusetzen, waren sein Ding. Er machte alles mit Herzblut, auch wenn Arbeit und Stress einen über Gebühr strapazierten.

Bei einer Fahrt mit seinem Roller durch landschaftlich schöne Gegenden entspannte er sich, im Urlaub, in der Türkei oder Südfrankreich, fand er Abstand zu beruflichen und privaten Sorgen. Klagen hörte man selten. Man müsse akzeptieren, was ist – er sah meist die Sonne am Horizont aufgehen. Damit motivierte er seine Mitmenschen, die sich glücklich schätzten, zu seinem Freundeskreis zu gehören. Dann servierte er im selbst gebauten Ofen besondere Pizzen oder leckeres Vitello tonnato. Die italienischen Momente im Leben genoss Gerd Enzig.

Auch die Pandemie konnte ihn nicht bremsen. Im Gegenteil: die Pläne für angepasste Serviceleistungen lagen schon in seiner Schublade. „Als Selbstständiger musst Du immer weitermachen, das ist nun mal so“, seine Einstellung. Die immer mal wieder ersehnte Auszeit in Form einer kleinen Weltreise verschob sich damit mal wieder. Alle hätten ihm das gegönnt. Und alle um ihn herum wünschen seiner Familie jetzt jede Menge Kraft.

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