Puckjäger in der WM-Spur

Ein guter Start – und ein historischer Sieg (3:1) über das Eishockey-Mutterland und 26-maligen Weltmeister Kanada. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft scheint in Riga an vorhergehende Top-Turniere anknüpfen zu können. Die vier bestplatzierten Teams aus jeder Achter-Vorrunden-Gruppe erreichen das Viertelfinale, danach geht es im K.O.-Modus weiter. Das DEB-Aufgebot hat die nächste Runde und vielleicht mehr fest im Visier.
Zwar ohne den amtierenden „Sportler des Jahres“, Super-Star Leon Draisaitl, der mit den Edmonton Oilers allerdings inzwischen im Kampf um den Stanley-Cup scheiterte (und theoretisch noch nachrücken könnte), aber dennoch mit NHL-Verstärkung, gingen die Nachfolger der Mannschaft des Jahres von 2018 diese Titelkämpfe an. Im Vorfeld durch das Corona-Virus beeinträchtigt (Einzelisolation, PCR-Tests in Serie) – doch davon spricht in Lettland im Moment keiner mehr. Teilweise gingen den Beobachtern die sportlichen Superlative gar nicht mehr aus.
Für Top-Niveau im Aufgebot von Bundestrainer Toni Söderholm sorgen der zweimalige Stanley-Cup-Gewinner Tom Kühnhackl von den Bridgeport Sound Tigers und Tobias Rieder (Buffalo Sabres). Der Landshuter war gemeinsam mit seinen Nordamerika-Kollegen Lean Bergmann (San Jose Sharks) und Leon Gawanke (Manitoba Moose) ans Baltische Meer gekommen. Und dort begeistern die Puckjäger mit Engagement, hinten gleicht Keeper Mathias Niederberger einer Wand, davor räumt zum Beispiel Top-Verteidiger und Rookie des Jahres Moritz Seider, für den schwedischen Verein Rögle aktiv, ab.
Der Finne im Amt des Bundestrainers vertraut seinen Cracks. „Wir haben eine starke Truppe mit großem Teamgeist. Eine gute Mischung aus jungen Spielern und erfahrenen Profis mit Führungsqualitäten.“ Sollte er mit dieser talentierten und ausgebufften Truppe auch am 6. Juni, wenn es im Finale von Riga „um die Wurst“ geht, noch dabei sein, dann ist auch eine Wiederholung des Triumphes in Baden-Baden von vor drei Jahren nicht ausgeschlossen. Damals wurden die DEB-Cracks – nach sensationellem Olympia-Silber – mit großem Vorsprung zur „Mannschaft des Jahres“ gewählt. Auch Leidenschaft und Teamgeist erinnern an Pyeongchang 2018. Alles sei möglich, so das Motto in Riga.

Bild: picture alliance

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