Täve (90) feiert mit Holunderbeersuppe

Immer wenn kurz vor dem „Sportler des Jahres“ ein Paket mit Dresdner Christstollen im Büro eintraf war klar: Gustav Adolf „Täve“ Schur und sein Radsportfreund Wolfgang Lichtenberg kommen nach Baden-Baden. Auch vom Concierge im Sportler-Hotel sehnlichst erwartet. Der sagte immer schon im Frühsommer: „Für Herrn Schur reserviere ich gleich wie immer.“

„Täve“, neunmaliger Sportler des Jahres in der DDR, wird heute (23.02.) 90 Jahre alt. In einer Dokumentation des MDR (Legenden) von 2020 blickten er, seine Kinder und Freunde auf seine Karriere in Sport und Politik zurück. Der zweimalige Friedensfahrt-Sieger und zweimalige Straßen-Weltmeister zeigte dabei, dass er noch immer gerne mit dem Rennrad unterwegs ist und nach wie vor Interesse am Radsport-Nachwuchs hat. „Der Alte“, so nennt ihn sein Sohn Jan (so nennt er sich selbst...), lebt noch immer in Heyrothsberge, dort wurde er geboren, bauten ihm Radsportfreunde sein Haus.

Vielleicht gibt’s zur Feier des Tages sein Leibgericht: Holunderbeersuppe. Und zum Abend ein Guinness Stout, das trank er gerne vor wichtigen Etappen. Denn: „Da konnte man herrlich schlafen.“ Ein Begleiter von damals über den in seiner Heimat so beliebten Sportler: „Der Täve ist sich in seinem Leben immer treu geblieben.“ Ein anderer Weggefährte beschreibt den jetzt 90-Jährigen mit den Worten: „Man sollte nie vergessen, wo man hergekommen ist – und bei Täve trifft das zu.“

Wir gratulieren Täve ganz herzlich und hoffen, dass es dieses Jahr wieder mit Baden-Baden klappt!

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