Start der Biathlon-WM

Quotenbringer und Kandidaten für Baden-Baden! Sie gelten als ständige Medaillenhoffnungen, als Quotenbringer vor den Fernseh-Bildschirmen, aber auch in jedem Jahr als Kandidaten für einen Spitzenplatz bei der Wahl zu Deutschlands Sportlerinnen und Sportlern des Jahres: Keine andere Winter-Disziplin hat in den vergangenen beiden Jahrzehnten so an Popularität gewonnen wie der Biathlon-Sport. Die Athletinnen und Athleten ermitteln seit Mittwoch im slowenischen Pokljuka ihre Weltbesten in den Einzel- und Staffelwettbewerben.

Die Zeiten haben sich ein bisschen geändert, was die deutsche Bilanz angeht: Die beiden Dominatorinnen des vergangenen Jahrzehnts, Magdalena Neuner (jetzt ARD-Expertin) und Laura Dahlmeier (ZDF-Expertin) haben die Flinte wieder in die Waffenkammer und die Langlauflatten in der Keller gepackt: Ende Gelände! Jetzt müssen es andere richten. Und auch bei den Herren geht es nicht ohne Rücktritte ab: Der vierfache Weltmeister, 18-fache Weltcup-Sieger und olympische Medaillengewinner Simon Schempp muss dem Martyrium der langen Laufbahn Tribut zollen und sieht die Wettkämpfe im slowenischen Nordwesten nur noch als Zuschauer.

Gefragt sind jetzt bei den Frauen Athletinnen wie Franziska Preuß und Denise Herrmann, bei den Männern gilt das Augenmerk vor allem Olympiasieger Arnd Peiffer und dem zweiten deutschen As, Ex-Weltmeister Benedikt Doll. Insgesamt zwölf Entscheidungen stehen an neun Wettkampftagen an. Die Karten werden auch international gemischt. Der ehemalige französische Seriensieger Martin Fourcade hat auch genug von der Rennerei mit dem Gewehr auf dem Rücken in den Loipen. Im Moment führt bei allen Entscheidungen der Herren kein Weg an den bärenstarken Norwegern vorbei.

Vier bis fünf Medaillen, sagt Sportdirektor Bernd Eisenbichler, erhoffe man sich schon vom deutschen Team quer durch die Wettbewerbe. Über die Farbe, ob Gold, Silber oder Bronze, mag er sich angesichts der Dichte in der Weltspitze nicht äußern. Wie auch immer: Wer auf dem Treppchen steht, egal ob alleine oder mit Staffelmitgliedern, hat noch in jedem Jahr die Chance gehabt, das Ticket für Baden-Baden zu lösen. Dann hoffentlich in diesem Jahr wieder im proppenvollen Bénazet-Saal. Am 19. Dezember 2021.

Bild: picture alliance

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