Leuchtturm-Veranstaltung mit Sportlern

Baden-Baden ist das „Zuhause“ der Gala Sportler des Jahres: im Kurort an der Oos erlebten die Gäste bemerkenswerte Auszeichnungen mit außergewöhnlichen Protagonisten. Das Datum für das diesjährige Treffen steht: 20. Dezember – die aktuelle Corona-Lage aber dürfte manche Anpassung erforderlich machen. Mit daran arbeitet die Baden-Baden Event GmbH, deren Geschäftsführerin Nora Waggershauser den Status Quo im Kurhaus erläutert und auf eine
„Leuchtturm-Veranstaltung mit Sportlern“ hofft.

Wie wurde Ihre Arbeit durch die Corona-Krise tangiert? Wie ist der Status Quo bei der Baden-Baden Events GmbH? Und welche Erfahrungen konnten Sie bisher aus den Entwicklungen und Erlebnissen ziehen?
Nora Waggershauser: Durch den COVID- 19 Virus mussten wir unsere geplanten kulturellen Veranstaltungen quasi von heute auf morgen absagen. Wir waren gerade mitten in unserem 3- tägigen Mr. M‘s Jazzfestival, als der sogenannte Shutdown einsetzte. Wir hatten einen wunderschönen Eröffnungsabend mit einer sehr besonderen Stimmung im Publikum. Es war fast so, als würden die Menschen schon spüren, was auf uns alle zukommt und genossen daher umso mehr dieses Konzert. Für den 2. Festivalabend haben wir uns dann sehr kurzfristig entschlossen, das Konzert ohne Publikum stattfinden zu lassen und einen Livestream zu ermöglichen. Es war eine besondere Erfahrung - unser erstes Geisterkonzert.
Dieser Abend war ein großer Erfolg. Er hat uns angetrieben, weitere kleine Livestreams aus dem Kurhaus anzubieten. Einige Wochen hatte unsere Veranstaltungslocation zunächst komplett geschlossen, aber seit drei Wochen dürfen wir unter strengen Auflagen dort mit wenigen Personen richtig tolle Abende in die Wohnzimmer nach Hause bringen.
Wir streamen Kabaretts, Konzerte aber auch ein Kinderprogramm unter dem Motto „kultur baden“. In Baden-Baden badet man eben nicht nur in den Thermen oder neuerdings im Wald – sondern auch in Kultur und das tolle Feedback motiviert uns und unsere Künstler. Wir erreichen so viele Menschen, welche sich daran erfreuen, auf diese Weise etwas Kultur zu erleben – das finde ich gerade in der Zeit der wenigen persönlichen Kontakte sehr wichtig.

Wie  sehen  Sie  im  Moment  die  Situation  im   Bezug   auf   Veranstaltungen   im   Kurhaus?
Nora Waggershauser: Auch wenn es noch sehr lange dauern wird, bis wir wieder Formate wie unsere hochkarätigen Tanzveranstaltungen und große Open-Airs durchführen können, so freuen wir uns mit der gesamten Branche über die sich derzeitig ergebenden Perspektiven und Lockerungen in den Verordnungen.
Wir sind weiterhin kreativ, arbeiten an Schutzkonzepten und freuen uns schon auf die ersten kleinen Live-Erlebnisse, welche hoffentlich bald wieder im Kurhaus stattfinden können.

Nach Absprache mit den wichtigsten Partnern sollen Wahl und Auszeichnung „Sportler des Jahres“ am 20. Dezember in Baden-Baden stattfinden. Wahrscheinlich mit geänderten Rahmenbedingungen. Blicken Sie als Ausrichter bitte einmal nach vorne.
Nora Waggershauser: Wir sind sofort dabei und unsere volle Unterstützung ist dieser Veranstaltung mit und für die Sportler sicher. Auf jeden Fall wird es andere Konzepte benötigen – jedoch werden solche Abende nach dieser langen sozialen Abstinenz umso wichtiger. Der Sport und somit die Sportler selbst werden sicher mit anderen Rahmenbedingungen gut zurechtkommen, sie sind erprobt und kennen bestens „das immer weiter machen“ auch unter veränderten Bedingungen. Wir sind uns sicher, dass die „Sportler des Jahres“-Gala in Baden-Baden im Dezember wieder eine Leuchtturm- Veranstaltung sein wird – wir sind stolz darauf, daran mitarbeiten zu dürfen.

Ob der Sport „danach“ womöglich generell ein anderer ist, wird man sehen – aber wie sehen Sie die Zukunft für den Bereich Konzerte/Kongresse/Messen?
Nora Waggershauser: Die Digitalisierung hat nun nochmals volle Fahrt aufgenommen und katapultiert uns hin zu Homeoffice-Lösungen und Videokonferenzen. Es wird über Hybrid-Veranstaltungen   diskutiert   bis   hin   zu   komplett    digitalen    Kongressen.  Wir sind uns bewusst, dass dies auch ein Stück weit so bleiben wird, da diese Lösungen sehr gut funktionieren.
Baden-Baden ist jedoch ein Ort, wo ein Zusammenkommen hoch attraktiv ist – wir haben also beste Voraussetzungen, dass dies künftig auch wieder so sein wird. Die Sehnsucht nach dem guten Leben in unserer einzigartigen Stadt ist groß – und diese kann man nur physisch erleben. Dass sie der Gesundheit weiterhin guttut, ist die ideale Ergänzung.

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