„Poppi“ und „MVT“: Das Betriebs­geheimnis der deutschen Frauen

Drei Spiele, drei Siege, neun Punkte,  sechs Tore, null Gegentore. Ein Bilanz, die sich sehen lassen kann. Vor allem dann, wenn man damit die Vorrunde einer Weltmeisterschaft abgeschlossen hat. So wie die deutschen Fußballerinnen derzeit in Frankreich.  Und deshalb freut sich das Team der neuen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg schon jetzt auf das Achtelfinale am kommenden Samstag (17.30 Uhr) gegen einen noch nicht ermittelten Gegner.
Auf eine trifft diese Vorfreude ganz besonders zu. Spielführerin Alexandra Popp, eine der Sturmspitzen der DFB-Auswahl, absolviert im ersten K.O-Spiel dieser WM ihr 100. Länderspiel. Es ehrt sie und zeichnet sie auch aus, wenn sie sagt: „Dass ich mein 100. Länderspiel mache ist schön, aber nur eine Randerscheinung. Im Fokus steht die Mannschaft, nicht ich. Wir wollen weiterkommen. Soweit wie möglich.“
Und dennoch: Popp, die unbestrittene Anführerin der Truppe, wird damit als 26. Spielerin in einen elitären Klub aufgenommen. Scheinbar unerreicht thront Frauenfußball-Ikone Birgit Prinz mit 214 Einsätzen ganz oben. Doch das alles ist jetzt weit weg, denn, so sagt  die Kapitänin: „Es war wichtig, dass wir gegen Südafrika in einen Spielfluss gekommen sind. Die Mannschaft war vielleicht nicht unser Maßstab, aber es war gut, dass wir Ball und Gegner mal wieder haben laufen lassen.“
Als Gruppenerste geht die deutsche Vertretung auf jeden Fall Weltmeister USA aus dem Weg. Das war das vorrangigste Ziel. Jetzt soll die Wachablösung auf der Position der Trainerin, Voss-Tecklenburg für Jones (Interimstrainer Hrubesch natürlich nicht vergessen), im weiteren Turnierverlauf Früchte tragen. „Sie ist die beste Trainerin, die ich je hatte“, sagt die 28jährige vom VfL Wolfsburg. „Poppi“ als Chefin und „MVT“ als Coach: Dieser verschworene Haufen (O-Ton Alexandra Popp)  will nach dem Schlusspfiff am Samstag – gegen wen auch immer - noch lange nicht nach Hause fahren. Um am Ende womöglich auch das Ticket nach Baden-Baden zum „Sportler des Jahres“ zu lösen.

Bild: picture alliance

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