Noch ein Tag bis zum „Sportler des Jahres“

„Es trifft die Richtigen“

Noch einmal schlafen, dann ist es soweit: Die 71. Auflage der Gala „Sportler des Jahres“ steht vor der Tür. Doch wie wird die Abend-Veranstaltung in der Bevölkerung wahrgenommen? Wir haben uns vor der „Haustür“, also auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Kurhaus Baden-Baden, umgehört.

Die Rentnerin Gertraud Courtniy hat zwar eine weitere Anreise aus Ulm hinter sich, jedoch schon vom „Familienfest des deutschen Sports“ gehört: „Das ist doch immer im Dezember mit berühmten Sportlern, oder?“ Dass sie am 17. Dezember in der Kurstadt weilt, hat allerdings einen anderen Grund: „Ich mache mir ein schönes Wochenende mit meiner Freundin Ingrid.“ Im Gegensatz zu Ingrid Bernath hat Courtniy früher in Baden-Baden gelebt: „Wenn ich noch dauerhaft hier wäre, würde ich mir das mal aus der Nähe ansehen.“ Besonders die Skifahrer auf dem Roten Teppich interessieren die Rentnerin aus Ulm.

Weniger Wintersport, mehr das runde Leder hat es Jonathan Steinmann angetan. „Wenn Fußballspieler in der engeren Wahl wären, wäre ich dabei“, erklärt der 24-jährige Franzose, der für seinen Beruf in Baden-Baden aus dem Elsass pendelt. Noch besser informiert ist Marion Wanere: „Ich hab‘ das schon mal im Fernsehen gesehen.“ Die Münchnerin, die ihren Enkel Maximilian im Kinderwagen über den Christkindelsmarkt schiebt, erinnert sich besonders an die „Auszeichnung von einzelnen Sportlern und Gruppen“, und findet:. „Ich hatte das Gefühl, es trifft die Richtigen.“

Eine ganz besondere Erinnerung hat Daniel Rehfeld an den „Sportler des Jahres“ 1992. „Ich habe damals auf der Bühne musikalisch mitgewirkt“, berichtet der Berufsmusiker aus Stuttgart. „Eine tolle Erfahrung mit Anfang 20“ sei es für ihn gewesen, erzählt der Violinist. Die Proben beschreibt er als „professionell und beeindruckend“. Für die Verleihung in diesem Jahr drückt der Formel-1-Fan Sebastian Vettel die Daumen: „Er ist ein sehr guter Fahrer, hat trotz Rückschlägen weitergekämpft und immer Vollgas gegeben.“ Bei den Frauen kann er sich Laura Dahlmeier als Siegerin auf der Bühne des Bénazetsaals vorstellen: „Biathlon ist total im Trend und eine komplexe Sportart.“ Als „Mannschaft des Jahres“ schlägt Rehfeld den Vierer-Bob der Männer vor. Und noch eine Anregung hat der Musiker mit den langen Haaren: „Ich fände es schön, wenn Sportler wie ein Felix Neureuther als Charakterkopf ausgezeichnet würden.“

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