Teuflisch hinter den Kulissen

Während draußen der Weihnachtsmarkt zur Besinnlichkeit einlädt, laufen drinnen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Im Kurhaus Baden-Baden schwitzen fleißige Helfer beim Kabelverlegen, Scheinwerferanbringen und der Lichttechnik im Bénazet-Saal. Hier öffnen sich in wenigen Tagen die Türen für die 69. Gala „Sportler des Jahres“. Damit die rund 700 geladenen Gäste am Sonntag einen reibungslosen Ablauf der Abendveranstaltung erleben, werden zehn Kameras im Saal angebracht, 300 Leuchten an der Decke befestigt und rund sechs Kilometer Kabel verlegt. Außerdem sorgen zwei Übertragungswagen (Ü-Wagen) mit jeweils einer Regie sowie eine Schnittmobil mit drei Arbeitsplätzen für eine schnelle Ausstrahlung ab 22.00 Uhr im ZDF-Fernsehen. „Zur Gewährleistung maximaler Sicherheit wird das Sendesignal vom Ü-Wagen nach Mainz sowohl über eine Glasfaser-Leitung als auch über Satellit von einem ZDF-eigenen Satellitenfahrzeug abgesetzt“, erklärt Teamleiter Thomas Forcher-Berton von der Mobilen Produktion. Während die Ü-Wagen vorfahren, setzt Thomas Pollähne das Kurhaus unter Strom – nach den Vorgaben seines Chefs, Veranstaltungsmeister Rainer Schieferstein. „Wir benutzen künstliches Licht mit einer Leistung von 3200 Calvin in der Maske, um die Beleuchtung auf der Bühne zu simulieren“, berichtet Pollähne und knipst die beiden Scheinwerfer im sogenannten Damenzimmer an: Hier werden am Sonntag drei Visagistinnen jene Sportler, die auf der Bühne dann im Rampenlicht stehen, schminken. Für die beiden Moderatoren Katrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne ist die hauseigene ZDF-Visagistin Gabi Schlotterbeck zuständig. Im Bénazet-Saal klettert Sven Willbersch zwischen den großen Schweinwerfern auf dem Stahlträger an der Decke umher. Auf dem Kopf trägt der Beleuchter zum Schutz vor Verletzungen an dem tonnnenschweren Träger einen Helm – und zwar einen ganz besonderen: „Die Schutzhelme sind immer so langweilig, deshalb habe ich mir zwei Hörner darauf geklebt.“ Die roten Hörner sehen nicht nur höllisch gut aus, sondern haben laut Willbersch auch einen praktischen Vorteil: „Man findet seinen eigenen Helm viel schneller.“

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