Jens Zimmermann: Moderator beim „Sportler“, beim Handball und im Ski-Stadion

Egal, ob er bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, Länderspielen oder Bundesliga-Begegnungen moderiert – Jens Zimmermann rockt die Stadien und Hallen, nimmt die Fans mit in stimmungsvolle und begeisternde Stunden und entlockt den Protagonisten in Interviews die eine oder andere Neuigkeit. Im Bénazetsaal des Kurhauses Baden-Baden ist er seit 2017 beim „Sportler des Jahres“ Moderator des Programms vor der ZDF-Sendung, und bringt dabei gewohnt launig, schlagfertig und einfühlsam die Ehrungen für die „Newcomer des Jahres“ sowie die „Trainer des Jahres“ über die Bühne. Davor begleitete er schon viele Jahre den „Sportler“ als Interviewer am „roten Teppich“ und auf der Sportiv-Meile.

Derzeit ist er bei der Europameisterschaft der Handballer vor den Matches und in den Halbzeitpausen als „Antreiber“ und „Einpeitscher“ im Einsatz. Zusammen mit seinem Kollegen Kevin Gerwin, der als Hallensprecher während der Partien fungiert, bildet er ein kongeniales Duo, und beide folgten der deutschen Nationalmannschaft vom „Weltrekordspiel“ mit über 53.000 Zuschauern im Düsseldorfer Stadion zum Auftakt über Berlin bis hin zum „Handball-Tempel“ in Köln, wo Bundestrainer Heiner Brand 2007 sein Team zur Weltmeisterschaft führte und jetzt noch bis Sonntag vor jeweils 20.000 Fans die Halbfinal-Matches sowie die Medaillen-Spiele stattfinden. „Dann habe ich in 19 Tagen 29 Begegnungen moderiert – das ist schon ein Brett!“ Der Inhaber der 2014 gegründeten Eventagentur „24passion“ mit Sitz in Stuttgart kam zur Handball-EM direkt von der Vierschanzentournee und der Tour de Ski – und bereits am Montag nach dem Finale in Köln steht mit dem Neujahrsempfang der Dehoga in Stuttgart der nächste Einsatz auf seinem Dienstplan, dann allerdings ausschließlich als repräsentative Aufgabe in seiner Funktion als Erster Vorsitzender von Pro Stuttgart.

Pause machen und erholen ist also vorerst nicht drin, zumal der 51-jährige Mitteltäler auch seit 2006 Hallensprecher bei den Heimspielen der Handballer des TVB Stuttgart in der Porsche-Arena ist, die dort am 11. Februar den Tabellen-Neunten HSG Wetzlar empfangen. Bereits seit 28 Jahren gehört der selbständige Moderator und Unternehmer für den Deutschen Handballbund (DHB) bei Heimländerspielen zum „Inventar“. Der gebürtige Freudenstädter erinnert sich: „Mein erstes Länderspiel habe ich im November 1996 in Freudenstadt angesagt und begleitet, damals spielte die deutsche Frauennationalmannschaft gegen China.“ Seitdem war Zimmermann, der in seiner Firma sechs Angestellte hat, für den DHB bei den Weltmeisterschaften der Männer 2007 und 2019 sowie bei den Frauen (2017) tätig, bei der Männer-WM 2021 in Ägypten war er für den Handball-Weltverband (IHF) im Einsatz.

Das Spektrum des ehemaligen Leichtathleten und Fußballers – nach dem zweiten Kreuzbandriss beendete er mit 24 Jahren diese Karriere –, begeisterten Tennisspielers und Skifahrers (alpin) reicht jedoch weit über den Handball hinaus. So moderierte er bei drei Olympischen Winterspielen (2010 Vancouver, 2014 Sotschi, 2022 Peking) das Geschehen im Skistadion, versorgte bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2005 und 2021 in Oberstdorf die Zuschauer mit Informationen und präsentierte bei der Turn-WM 2019 in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle Sportlerinnen, Sportler und Wettkämpfe einem begeisterten Publikum.

„Dänemark ist absoluter Favorit“, blickt Jens Zimmermann auf das Halbfinale der Deutschen gegen den dreimaligen Weltmeister sowie Olympia-Gold- und Silbermedaillen-Gewinner am Freitag voraus. „Aber im Handball sind bekanntlich immer wieder Überraschungen möglich…!“ Und der Schwarzwälder spekuliert dann doch noch: „Wenn die Euphorie rund um das DHB-Team anhält und die positive Unterstützung durch die Zuschauer weiterhin so riesengroß ist, hat Deutschland vielleicht doch eine kleine Chance!“

Dann wäre auch die Chance groß, dass die deutschen Handballer im Dezember in Baden-Baden bei der Wahl zur „Mannschaft des Jahres“ auf einem der vorderen Plätze dabei sind.

Bild: © Marco Wolf 

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