Sportler des Jahres 2021 – Alexander Zverev

„Es war immer mein Traum, bei den Olympischen Spielen für Deutschland dabei zu sein. Aber eine Goldmedaille zu gewinnen, ist einfach unglaublich, und mir fehlen die Worte, um meine Emotionen zu beschreiben. Ein Traum ist wahr geworden, ich habe olympisches Gold!“ Unsagbar stolz dankte Alexander Zverev nach seinem Olympiasieg, mit dem er sich im August in Tokio ein sportliches Denkmal setzte, seiner Familie, seiner Mannschaft, „meinen Fans und jedem, der mich und ganz Deutschland unterstützt hat“.

Nach einem 1:6 im ersten Satz des Halbfinales und einem 2:3-Breakrückstand im zweiten Satz gegen den damaligen Golden-Slam-Anwärter und Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic kam Zverev zurück und spielte sich in einen goldenen Rausch: 6:3, 6:1 gewann er den zweiten und den dritten Durchgang, und im Endspiel musste der Russe Karen Khachanov nach 79 Minuten die Überlegenheit des aktuellen Weltranglisten-Dritten beim 6:3, 6:1 anerkennen.

Für den 24-jährigen gebürtigen Hamburger mit Wohnsitz in Monte Carlo folgte Mitte November bei den ATP Finals, der inoffiziellen WM, in Turin der nächste große Coup dieses „Wahnsinnsjahres“ (O-Ton Zverev). Mit der wohl reifsten Leistung seiner Karriere sicherte er sich zum zweiten Mal nach 2018 den prestigeträchtigen Sieg beim Saisonabschlussturnier. Binnen 20 Stunden bezwang er zunächst im Halbfinale Tennis-Frontmann Novak Djokovic, dann im Endspiel den Weltranglisten-Zweiten Daniil Medwedew (Russland) – „das Gefühl, mit dem WM-Titel in die Winterpause zu gehen, ist unbeschreiblich gut“.

Als Jahresbilanz standen für den Schlaks sechs Erfolge aus sechs Finals und Rang drei in der Jahresweltrangliste – besser lief es für Alexander Zverev noch nie zuvor. Er gewann außer Olympia und den ATP Finals die Turniere von Acapulco, Madrid, Cincinnati und Wien. Jetzt fehlt dem Rechtshänder eigentlich nur noch der ersehnte Grand-Slam-Titel, den er 2020 im US-Open-Finale gegen den Österreicher Dominic Thiem bei einer 2:0-Satzführung schon in Reichweite hatte, am Ende im Arthur Ashe Stadium jedoch in fünf Sätzen noch aus der Hand gab.

Seit Anfang Oktober ist die Schauspielerin Sophia Thomalla die Frau an seiner Seite, derzeit schweben die Beiden im siebten Liebeshimmel. „Sophia gibt mir Ruhe und Sicherheit", gerät der Tennis-Profi ins Schwärmen.

Der Sprung auf den Weltranglistenthron könnte für den „Sportler des Jahres“ nur eine Frage der Zeit sein…

Letzte Änderung amSonntag, 19 Dezember 2021 23:26
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