Schwimm-WM in Budapest Christian Keller: Drei Medaillen sind drin

Bei den Schwimm-Weltmeisterschaften vor zwei Jahren in Kazan gewannen die deutschen Schwimmer zwei Medaillen – jeweils eine Gold und Bronze. Bei den Olympischen Spielen in Rio sind sie im vergangenen Jahr allerdings leer ausgegangen. Mit den Weltmeisterschaften in Budapest steht nun das erste große sportliche Highlight auf der langen Bahn im neuen Olympiazyklus auf dem Programm. Und ich bin zuversichtlich, dass das Team mit Edelmetall im Gepäck aus Ungarn zurückkommt.

Für mich gibt es einen ganzer heißen Kandidat auf Edemetall – sogar auf den WM-Titel – ! Es ist der Heidelberger Philip Heintz. Nicht nur, weil er im Dezember bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Kanada zu Silber geschwommen ist, sondern auch, weil er mit seiner Zeit von den Deutschen Meisterschaften über 200 m Lagen Mitte Juni aktuell die Weltrangliste anführt. Wenn er die 1:55,76 in Budapest noch einmal bestätigen kann, ist Gold drin!

Insgesamt schickt der Deutsche Schwimm-Verband in Ungarn ein mit nur 14 Aktiven sehr kleines Team an den Start, aber neben Heintz traue ich noch zwei weiteren Athleten eine Medaille in der neuen Schwimm Arena am Donau Ufer zu. Allen voran Marco Koch: Er wurde vor zwei Jahren in Kazan Weltmeister über 200 m Brust und ist für mich auch jetzt wieder ein Kandidat für eine Medaille. Aber wir haben in Rio gesehen, dass das Feld über diese Strecke sehr eng beieinander ist. Das wird eine sehr enge Kiste.

Und auch bei den Frauen ist eine Medaille drin. Franziska Hentke hat vor zwei Jahren in Russland über 200 m Schmetterling eine Medaille nur ganz knapp verpasst. Wenn sie einen guten Tag erwischt, kann sie es auf das Podium schaffen. Gespannt bin ich auch auf die jungen Gesichter im Team, auf die Chef-Bundestrainer Henning Lambertz auch mit Blick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio hofft. Hier sollte man keine Medaillen erwarten aber dennoch einige persönliche Bestzeiten.

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