„Vorglühen“ in entspannter Atmosphäre

In neuem Ambiente fand die „Pre-Party“ zum „Sportler des Jahres 2016“ im Baden-Badener LA8, dem „Club TWENTYONE“ statt. ISK-Chef Klaus Dobbratz begrüßte die illustre  Runde prominenter Sportler von gestern und heute, wünschte ein lebhaftes „Vorglühen“ und entspannte Gespräche in lockerer Atmosphäre.  Besonders hieß er die frühere Paarlauf-Königin Marika Kilius, die 1959 zur „Sportlerin des Jahre“ gewählt wurde, willkommen.  Sie war dieses Mal  mit ihrer zwölfjährigen Enkelin Lilly erschienen. „Baden-Baden ist für mich der Klassiker der Sportlerwahlen und  jedes Jahr kehre ich gerne zurück“, sagte die immer noch attraktive Frankfurterin.

Erstmals in Baden-Baden weilt Thomas Röhler, der Überraschung-Olympia-Sieger im Speerwurf.  Er kam von Jena angereist und zeigte sich begeistert vom vorweihnachtlichen Flair der Kurstadt und dem Treffen mit zahlreichen Olympioniken aus Rio.  „Dass gleich drei deutsche Speerwerfer im olympischen Finale standen, hat unserer Sportart einen enormen Aufschwung verliehen“, glaubt Röhler, der im Juni nächsten Jahres ein spezielles Speerwurf-Meeting in seiner Heimatstadt organisieren wird.

Bereits Dauergast bei der Sportlerwahl und dem Vorabend-Programm ist Ruder-Recke Marcel Hacker. Er nahm in Brasilien bereits an seinen fünften olympischen Spielen teil, und beendete zuletzt seine erfolgreiche Karriere. Er ist glücklich, dass er nun ab 1. Februar nächsten Jahres von seiner Heimatstadt Magdeburg eine Trainerstelle erhalten hat und künftig als Nachwuchstrainer im Rudern tätig sein wird.  „Da kann ich meine ganze Erfahrung aus 22 Jahren Leistungssport weiter geben“, erläuterte der nunmehr 39jährige Olympia-Kämpfer seine weiteren Planungen.

Obwohl er schon 46 Jahre alt ist, kann  sich der mehrmalige Paralympics-Sieger im Radsport Michael Teuber dagegen eine Fortsetzung seiner Laufbahn durchaus noch vorstellen. „Ich fühle mich noch nicht am Ende meiner Leistungsgrenze und möchte vielleicht sogar noch einmal 2020 als Teilnehmer an den paralympischen Spielen erleben.“ Zunächst aber startet er zu einer Extrem-Reise nach Ecuador und will dort einen 6000 Meter hohen Gipfel besteigen. „Da möchte ich dann eine weitere persönliche Grenze ausloten.“ 

Erstmals in seiner Rolle als Vater kam der fünfmalige Fechtweltmeister Peter Joppich mit seiner Gattin zum Vorabend-Programm. Im Hotel hütete derweilen seine Mutter Hilde die fünf Monate alte Tochter Nova. „Baden-Baden gehört in der Vorweihnachts-Zeit einfach zu unserem gewohnten Besucherprogramm“, erläuterte der Florett-Spezialist aus Koblenz. Er bereitet sich nun auf die Fecht-Weltmeisterschaften im Juni in Leipzig vor, wo er eine weitere Medaille anpeilen möchte.