Vorfreude am Nikolaustag

Veranstalter und Sportler fiebern der Gala in Baden-Baden entgegen.

Große sportliche Historie und brennende Tagesaktualität Hand in Hand: Unter ganz besonderen Vorzeichen und in einem exklusiven, kleinen aber feinen,  Rahmen konnte man am Dienstag die Vorfreude aller Beteiligten auf die Gala zur Wahl der deutschen „Sportler des Jahres“ am Sonntag, 18. Dezember,  im Kurhaus von Baden-Baden regelrecht fühlen.

Im Stadtmuseum der Kurstadt Baden-Baden, dort wo am Abend des vierten Advent auch das „Familienfest des deutschen Sports“ stattfindet, trafen sich Ausrichter, Medienpartner, Sportlerinnen und Sportler sowie eine große Schar interessierter Redaktionen, um die letzten „breaking news“ vor dem Jubiläums-Event zu erfahren.

Denn in diesem Jahr gibt es einen besonderen Grund zum Feiern: Zum insgesamt 70. Mal werden seit der Premiere 1946 die Besten der Besten und die Angesehensten der Angesehenen des deutschen Spots gebührend gewürdigt. Mit den Titeln „Sportlerin, Sportler und Mannschaft des Jahres“ und mit dem „Ehrenpreis des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes für Vorbilder im Sport.“

Die Vorfreude auf das große gesellschaftliche Ereignis im mondänen Kurhaus, inmitten des wunderschönen Baden-Badener Weihnachtsmarktes gelegen, war allen Beteiligten an zu merken. Sowohl Klaus Dobbratz, dem Chef der Internationalen Sportkorrespondenz (ISK), die die Wahl nunmehr zum insgesamt 70. Mal und zum 15. Mal in Folge mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) als Medienpartner ausrichtet, wie auch seinen Gästen.

ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz etwa, der den Abend heuer zum letzten Mal in dieser offiziellen Funktion verfolgen wird, genauso wie den anwesenden Sportlerinnen und Sportlern. Aber auch der eigentlichen Gastgeberin, Baden-Badens  Oberbürgermeisterin, Margret Mergen, die voller Stolz auf das Museum, „ein sportliches Kleinod in unserer Stadt“ hinwies und allen Beteiligten für das bevor stehende Ereignis viel Glück und Erfolg wünschte.

Dobbratz frischte zu Beginn der Veranstaltung noch einmal eigene Kindheitserinnerungen auf, erzählte vom ersten Sportler-Ball auf Baden-Badener Boden im Jahre 1960. „Ich war noch ein kleiner Bub, der Schwarzwälder Kombinierer Georg Thoma war damals Sportler des Jahres. Die Kurverwaltung hatte sich deshalb an meinen Vater, der die Wahl ins Leben gerufen hatte, gewandt und nachgefragt, ob Baden-Baden aus diesem Anlass nicht der geeignete Ort für die Veranstaltung sei.“ Und so kam es dann auch. Nach etlichen, verschiedenen Orten im Lauf der Jahrzehnte hat „der Sportler“ zum mittlerweile 31. Mal an der Oos  ein festes Zuhause gefunden.


Und noch ein kleines Jubiläum gibt es am 18. Dezember zu feiern. Moderieren wird die Veranstaltung in diesem Jahr nämlich zum zehnten Mal in Folge das Duo Katrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne. Gesucht werden 2016  die Nachfolger von Triathlet Jan Frodeno, der Leichtathletin Christina Schwanitz und der deutschen nordischen Kombinierer.

Über die Gala im  Allgemeinen und über die eigenen Chancen im Titelrennen und Befindlichkeiten im Besonderen äußerten sich anschließend  die  Olympiasieger  Kristina Vogel (Bahnradsport), Carina Bär (Rudern), Niko Kappel (Kugelstoßen, Paralympics), sowie der  „Hero de Janeiro“, Kunstturner Andreas Toba. Als „wunderbare Veranstaltung, bei der man  Gelegenheit hat, mit Athletinnen und Athleten aus anderen Bereichen in zwangloser Atmosphäre zusammen zu kommen“,  wertet  Vogel den Event. Sie, wie auch Ruderin Carina Bär, Kunstturner Andreas Toba und Kugelstoßer Niko Kappel taten sich schwer, Favoriten auf die Titel zu nennen. „Gerade in einem olympischen Jahr ist die Zahl derer, die es verdient hätten, ganz oben zu stehen, sehr hoch“, sagte Bär.

Dobbratz  und Gruschwitz betonten beide die seit vielen Jahren andauernde sehr gute Kooperation in einem „baulich sehr reizvollen aber auch anspruchsvollen Umfeld“, das viele Herausforderungen beinhalte. Juroren sind wie jedes Jahr Deutschlands Sportjournalistinnen und Sportjournalisten, die bis Anfang des Monats Dezember ihr Votum abgeben konnten.

Das ZDF überträgt die Veranstaltung am 18. Dezember zeitversetzt ab 22 bis 23.30 Uhr