Nicht aufzuhalten

Die „Mannschaft des Jahres“ auch 2016 in Topform

Die deutschen Nordisch Kombinierer bleiben weiter auf Erfolgskurs und bestimmen auch in dieser Saison das Geschehen fast nach Belieben. Beflügelt von der Auszeichnung zur „Mannschaft des Jahres“ im Dezember in Baden-Baden eilen Ausnahmeathlet Eric Frenzel und seine Kameraden auch im Jahr 2016 von Erfolg zu Erfolg, sind sie auf dem Balken und in der Loipe nicht zu bremsen. Zuletzt in Lathi feierte Eric Frenzel bereits seinen 30.Weltcupsieg, setzten sich Fabian Rießle und Johannes Rydzek im Teamsprint durch und erreichte Rießle zudem seinen dritten Weltcuperfolg. Nur bei Tino Edelmann läuft es noch nicht nach Wunsch, doch dafür kommt der Schwarzwälder Manuel Faißt immer besser in Tritt.

„Auf meine Schützlinge kann ich wirklich stolz sein“, strahlt der Bundestrainer und „Goldschmied“ Hermann Weinbuch. Besonders der 27-jährige Eric Frenzel ist und bleibt ein Phänomen. Wie der Olympiasieger von Sotchi seine Wettbewerb gestaltet und durchzieht, das stempelt ihn zu einem Vorzeigeathleten. Gelingt ihm einmal nicht ein Sprung optimal, dann richtet er es noch in der Loipe und stürmt zumeist als Sieger ins Ziel. So war es auch in Seefeld, als er bereits zum dritten Mal in Folge das berühmte „Triple von Tirol“ gewann und er damit Geschichte schrieb. Im Gesamtweltcup steht der Vater von zwei Söhnen vor seinem vierten Erfolg und das gelang bisher nur dem Finnen Hannu Manninnen. Für den Sportsoldat aus Oberwiesenthal scheinen also keine Grenzen gesetzt.

Dich dahinter beweisen auch immer wieder der Schwarzwälder Fabian Rießle und der Allgäuer Johannes Rydzek ihre außerordentliche Klasse. Fabian Rießle arbeitete sich zuletzt durch seinen Erfolg in Lathi im Gesamtweltcup bis auf die dritte Stelle hinter dem Japaner Akito Watanabe vor, zeigte sein Durchhaltevermögen speziell in der Loipe. Zudem war es sicher kein Zufall, dass er mit Johannes Rydzek auch den Teamsprint gewann. Gerade diese Beiden ergänzen sich ideal und trugen auch im letzten Jahr zum so lange ersehnten WM-Titel in der Teamwertung bei. Auf einen WM-Titel müssen beide in diesem Jahr aber verzichten, da nur alle zwei Jahre in der Nordischen Kombination eine Weltmeisterschaft stattfindet.

Freilich folgen bis zum Saisonende noch gehäuft Wettbewerbe und bereits am Wochenende geht es in Val de Fiemme weiter. Dort hofft auch Tino Edelmann aus seinem Tief zu kommen und wieder Anschluss an die Weltspitze zu schaffen. Dafür hat sich Manuel Faißt in den letzten Monaten stetig verbessert, doch fehlt es noch an der Feinabstimmung bei der Landung im Sprung. „Irgendwo gibt es eben immer an Kleinigkeiten zu feilen“, resümiert Bundestrainer Hermann Weinbuch, der permanent das Weh und Wohl seiner Schützlinge im Auge hat.